Depressionen

Die unsichtbare Volkskrankheit

Depressionen gehören laut WHO zu den größten Volkskrankheiten – Tendenz steigend. Laut einer europäischen Studie von 2019 liegt die Krankheitshäufigkeit unter Erwachsenen in Deutschland bei 9,2% und somit höher als in den meisten anderen europäischen Ländern. Besonders betroffen sind Frauen (Deutschland: 10,8%) und auch immer mehr jüngere Erwachsene im Alter von 15–29 Jahren (Deutschland: 11,5%). Die Studie weist daraufhin, dass die hohen Werte in Deutschland auch damit zusammenhängen könnten, dass Menschen einfach mehr über Depressionen wissen und somit ihre Kompetenz und Sensibilität in Bezug auf das Thema höher ist. Dies wäre grundsätzlich eine gute Sache, abschließend geklärt werden konnte diese These allerdings noch nicht.

Depressionen haben unterschiedlichen Ausprägungen, von leicht bis schwer, von „ich funktioniere noch im Alltag“ bis hin zu „ich möchte nicht mehr da sein“. Vor allem schwer depressive Menschen haben ein hohes Suizidrisiko. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ist das Risiko, sich das Leben zu nehmen, bei Betroffenen 30 Mal höher. Es ist also eine Krankheit, die leider auch tödlich enden kann. Depressive Menschen werden von der Gesellschaft oft nicht als krank wahrgenommen oder akzeptiert, das ist ein großes Problem. Das Stigma, das mit Depressionen einhergeht, belastet die Erkrankten zusätzlich und führt auch dazu, dass sie nicht zum Arzt gehen, sich keine Hilfen holen und oftmals noch nicht mal mit ihren engsten Freunden oder Angehörigen über dieses Thema sprechen. Das müssen wir ändern!

Starke Einschränkungen im Alltag

Was bei Depressionen in vielen Studien immer wieder betont wird, ist die hohe Krankheitslast, welche zum Teil höher ist als bei anderen „rein körperlichen“ Erkrankungen wie Krebs oder Diabetes (auch Depressionen bewirken allerdings Veränderungen in Körper und Gehirn). Mit Depressionen kommt es zu großen Einschränkungen im alltäglichen Leben, durch körperliche und psychische Symptome, aber auch in Bezug auf soziale Kontakte und das Arbeitsleben – und das oftmals über einen langen Zeitraum. Für Depressive kann – je nach Ausprägung der Krankheit – jeder Tag ein Kampf sein, der mit dem Aufwachen beginnt und erst beim Einschlafen wieder aufhört. Viele depressive Menschen nehmen weiterhin „ganz normal“ am (Arbeits-) Leben teil, aber auch das ist oftmals eine große körperliche und psychische Anstrengung, weil Schlaflosigkeit, Konzentrationsprobleme, Antriebslosigkeit oder die Angst davor zu versagen es extrem erschweren.

 

Wer also behauptet, Depressionen seien keine Krankheit, sondern nur eine Charakterschwäche oder Versagen, sollte sich vor Augen führen, was für einen Kraftakt depressive Menschen vollbringen, um weiterhin am Leben teilzuhaben.

 

Je mehr du selbst über Depressionen weißt, desto besser kannst du dir und auch anderen helfen.

Verstehen

Ursachen, Symptome & Varianten

Niemand ist schuld an Depressionen, viele Faktoren begünstigen diese Erkrankung. Sie zeigt sich auf unterschiedliche Weise und kann für Betroffene ein täglicher Kampf sein.

Frau allein im Wald

Helfen

Therapien, Unterstützung & Vorbeugen

Depressionen sind sehr gut erforscht, es gibt unterschiedliche Therapiemöglichkeiten. Auch Unterstützung von Freunden und Familie ist extrem wichtig.

Frühstückskaffee

Meine Erfahrungen und Tipps teile ich in meinem Blog