Zusammenspiel

Anderen helfen

Wichtig für Familie, Freunde und Helfende: Achtet auch auf euch!

 

Psychische Erkrankungen beeinflussen nicht nur das Leben und den Alltag von Betroffenen, sondern meist auch der Angehörigen, Freunde oder ihnen nahestehenden Menschen. Es kann extrem herausfordernd sein, psychisch erkrankten Menschen zur Seite zu stehen. Doch da man ja so gerne helfen möchte, gesteht man sich das oft erst viel zu spät ein. Also achtet auch auf eure körperliche und psychische Gesundheit!

Das ist gerade für diejenigen, die mit psychisch Erkrankten zusammenleben sehr leicht dahin gesagt und gleichzeitig aber auch so schwer umzusetzen. Dennoch müsst ihr immer daran denken, dass ihr nur helfen könnt, wenn es euch selber gut geht und ihr die Kraft dazu habt! Warum soll man im Flugzeug erst sich selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen? Damit man überhaupt in der Lage ist, anderen zu helfen. Also achtet auf euch und schämt euch nicht, wenn euch alles zu viel wird. Auch ihr könnt zum Arzt gehen und sagen „ich kann nicht mehr“, euch einen Therapeuten oder eine Selbsthilfegruppen suchen, euch austauschen und mitteilen. Oft habt ihr wahrscheinlich das Gefühl, verantwortlich zu sein und allein dafür sorgen zu müssen, dass die Stimmung besser wird, die Krise aufhört oder sich das Essverhalten wieder ändert. Aber das ist nicht so! Die Gründe für viele der Symptome liegen oft in einer veränderten Hirnchemie, Botenstoffen, die nicht ausreichend produziert werden, und vielen anderen Dingen. Für diese Vorgänge im Körper eines Menschen seid ihr nicht verantwortlich und ihr könnt sie auch nicht ändern oder beeinflussen. Das ist bei Krankheiten so. Auch wenn das bei psychischen Erkrankungen besonders schwer zu verstehen oder akzeptieren ist.

Seid da, seid an ihrer Seite, habt ein offenes Ohr, begleitet durch Stimmungen und Krisen, helft so gut ihr könnt, aber sorgt dafür, dass ihr euch selbst nicht verliert.

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